Dokumentation, Information und Mapping rechter, rassistischer und antisemitischer Vorfälle im Land Bremen
Unser Ziel ist es, menschenfeindliche Vorfälle sichtbar zu machen, ihre Auswirkungen einzuordnen und die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen.
Vorfälle Bremen
Unter mehreren Instagram-Beiträgen eines neu eröffneten Imbisses im Bremer Viertel werden zahlreiche antimuslimisch-rassistische Kommentare veröffentlicht. Anlass ist die öffentliche Diskussion um das gastronomische Angebot des Betriebs. Die Kommentare richteten sich gegen muslimische Menschen und greifen teilweise rechtsextreme Narrative auf.
In der Östlichen Vorstadt werden mehrere Graffiti mit rechtsextremen Codes und gegen politische Gegner*innen gerichteten Botschaften festgestellt. Die Graffiti richten sich insbesondere gegen links eingeordnete Personen und enthalten einen in der rechtsextremen Szene verwendeten Zahlencode.
Nach der Berichterstattung über einen verhinderten mutmaßlichen islamistisch motivierten Anschlagsplan auf Polizeiwachen in Bremen entwickelte sich unter einem Instagram-Beitrag eines Regionalsenders eine Vielzahl antimuslimisch-rassistischer Kommentare.
Vorfälle Bremerhaven
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Bremerhaven-Geestemünde werden mehrere Aufkleber mit rechtsextremen und rassistischen Inhalten festgestellt. Die Motive richteten sich unter anderem gegen muslimische Menschen und propagierten völkisch-nationalistische sowie demokratiefeindliche Ideologien.
In Bremerhaven wird an einem Laternenmast ein Aufkleber mit rassistischem Inhalt entdeckt. Der Aufkleber verbreitet ausgrenzende Narrative gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte und verherrlicht rechte Deportationsfantasien.
Im Bereich der Batteriestraße in Bremerhaven wird ein Aufkleber mit rassistischem Inhalt festgestellt. Das Motiv ist einer Ideologie zuzuordnen, der insbesondere von Akteur*innen der extremen Rechten verbreitet wird.
Schwerpunkt Wohnungslosigkeit
Wohnungslosigkeit ist mehr als fehlender Wohnraum – sie bedeutet Verlust von Sicherheit, Privatsphäre und Teilhabe. In Bremen trifft sie immer mehr Menschen – sichtbar und unsichtbar.