Dokumentation, Information und Mapping rechter, rassistischer und antisemitischer Vorfälle im Land Bremen
Unser Ziel ist es, menschenfeindliche Vorfälle sichtbar zu machen, ihre Auswirkungen einzuordnen und die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen.
Vorfälle Bremen
Eine Kassiererin verwendet im Gespräch über gekaufte Kleidung eine abwertende Bezeichnung für kleinwüchsige Menschen. Die diskriminierende Bemerkung ist für den betroffenen Kunden und weitere Anwesende hörbar.
Eine Gruppe Jugendlicher stellt sich neben mehrere wohnungslose Menschen und machen sich unter Ausnutzung ihrer Lebenslage in deren Hörweite über ihr Gespräch und ihre Bewegungen lustig.
Am frühen Samstagmorgen beleidigten mehrere Männer eine 22-jährige trans* Person vor einem Club am Neustadtswall. Einer der Männer schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Sie verlor kurzzeitig das Bewusstsein und musste im Krankenhaus stationär behandelt werden.
Vorfälle Bremerhaven
An einer Laterne an der Langener Landstraße in Bremerhaven wird ein rechter Aufkleber dokumentiert. Das Motiv stellt eine Pride-Flagge, geschlechtergerechte Sprache und kommunistische Symbolik als zu entsorgende „linke Ideologien“ dar.
In Bremerhaven-Geestemünde wird ein neu angebrachter Aufkleber mit der Aufschrift „Deutsches Reichsgebiet“ dokumentiert. Er zeigt einen Adler, dessen Gestaltung an den Reichsadler der NS-Zeit angelehnt ist, und überdeckt einen antifaschistischen Aufkleber.
Auf dem Hinterhof von Haus B der Hochschule Bremerhaven wird von Unbekannten eine Pride-Flagge heruntergerissen und angezündet.
Schwerpunkt Wohnungslosigkeit
Wohnungslosigkeit ist mehr als fehlender Wohnraum – sie bedeutet Verlust von Sicherheit, Privatsphäre und Teilhabe. In Bremen trifft sie immer mehr Menschen – sichtbar und unsichtbar.