Dokumentation, Information und Mapping rechter, rassistischer und antisemitischer Vorfälle im Land Bremen
Unser Ziel ist es, menschenfeindliche Vorfälle sichtbar zu machen, ihre Auswirkungen einzuordnen und die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen.
Vorfälle Bremen
In der Bremer Innenstadt beleidigen und schlagen mehrere Personen zwei Männer homosexuellenfeindlich. Das Paar befindet sich auf dem Heimweg von den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Einer der Betroffenen benötigt eine Behandlung im Krankenhaus.
Drei Jugendliche legen mehrere Böller (Sprengkörper) auf einer schlafenden wohnungslosen Frau ab und zünden sie. Die 56-Jährige erleidet Brandverletzungen. Der Angriff ereignet sich auf der Bremer Bürgerweide.
Eine öffentlich sichtbare Reichskriegsflagge aus der frühen NS-Zeit löste bei Schüler*innen der Oberschule Lesum Ängste aus. Nach zunächst ausgebliebenem Einschreiten wurde sie am 24. September 2026 behördlich entfernt.
Vorfälle Bremerhaven
Auf dem Hinterhof von Haus B der Hochschule Bremerhaven wird von Unbekannten eine Pride-Flagge heruntergerissen und angezündet.
An einer Brücke bei der Marineschule in Bremerhaven wurde NPD-Propaganda dokumentiert. Das Wahlwerbemotiv verbindet die Forderung nach mehr als deutsch definierten Kindern mit der Warnung vor einem angeblichen Verlust des Landes.
In der Brommystraße in Bremerhaven-Geestemünde wurde ein Aufkleber der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland dokumentiert. Die Propaganda richtet sich rassistisch gegen Migration und propagiert eine Abschottung Europas
Schwerpunkt Wohnungslosigkeit
Wohnungslosigkeit ist mehr als fehlender Wohnraum – sie bedeutet Verlust von Sicherheit, Privatsphäre und Teilhabe. In Bremen trifft sie immer mehr Menschen – sichtbar und unsichtbar.